(Die deutsche Version ist unten)
Elektro Bach

September 20. 19:00 at the Trinitatiskirche in Dresden we will explore some ideas about Bach and dance – what happens when you play Bach on a synthesiser, what kind of wigs should the dancers wear? Why is Bach so well behaved and why is Goethe so naughty?
September, 19:00 Uhr in der Trinitatiskirche in Dresden: Wir beschäftigen uns mit Bach und Tanz – was passiert, wenn man Bach auf einem Synthesizer spielt, welche Perücken sollten die Tänzer tragen? Warum ist Bach so brav und warum ist Goethe so ungezogen?
König Lear Variationen
We are very excited to announce that in early 2026, ‘Like a virgin 2: König Lear Variationen’ will appear once again at Societaetstheater in Dresden, 03.-04.02.2026, 20:00.
Wir freuen uns sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass „Like a virgin 2: König Lear Variationen“ Anfang 2026 erneut im Societaetstheater in Dresden aufgeführt wird, 03.-04.02.2026, 20:00 Uhr.

Photo: Jonny Winter @jonny._.winter
identity IS control
I am currently working with Valentin Tzsin and his group Das Gegenteil towards a performance based on Naked Lunch by William Burroughs. We are particularly interested on the extent to which we can present the more extreme imagery in the book – often violent, full of sexual extremes, disease and death, while retaining an aesthetic quality. Why the importance of an aesthetic quality in the face of such a devastating and disruptive book? Burroughs himself embodies these contradictions. How can we reflect the distance between Burrough’s unfettered fantasies and his natural genius for a well turned phrase. How can we reflect the imbalance between the utter bleakness of the book and Burroughs incredible ability to catch every voice? How can we portray the sexuality of the book without having explicit sexual acts?

Naked Lunch will always be shocking. It can’t be brought into the fold. It lives just outside. It contains its own virus, and it resists itself. It defeats its own virus only to become another more potent virus. In order for it to be true, it could not exist. It is an anti-novel written by a natural writer. It is a book denying civilisation written by a consummately civilised man (when he’s not on heroin). William Burroughs stays on the dark side of the fissure he has spotted. Both sides may seem the same to him, and he sacrifices his art on the altar of ‘no control’. But he showed us the bug, wrote the poem of the virus. Kafka covered the bug with a sheet. Burroughs makes it very hard to ignore or hide or cover the bug.
As Angela Carter wrote:

All of these challenges seem to make Naked Lunch a perfect prism through which to set a view of the contemporary world onto the stage: identity IS control
Night in day/Nacht am tag
23 pictures of René Magritte
Current work includes a script for a collaboration with Freaks und Fremde, a Dresden theatre company with which I have been working for many years. The script covers 23 pictures by the great Belgian surrealist reinterpreted through the bizarre, cruel and extreme world of Lautréamont’s Maldoror. Magritte’s commonplace items and sometimes even banal seeming settings, suburban and everyday, transformed just enough to commute into another world, are set up as holding back a deeply troubling world of the unconscious, the world given free range in Lautréamont’s fever dream writing. How can we get though these views with a dramatic, forward movement? It is strange to say but there are many laughs to be had on the way! How can we become happy at the protections offered by the banal?

identity IS control
Ich arbeite derzeit mit Valentin Tzsin und seiner Gruppe Das Gegenteil an einer Performance, die auf William Burroughs’ Naked Lunch basiert. Uns interessiert besonders, inwieweit wir die extremere Bildsprache des Buches – oft gewalttätig, voller sexueller Extreme, Krankheit und Tod – darstellen und gleichzeitig eine ästhetische Qualität bewahren können. Warum eine ästhetische Qualität angesichts eines so erschütternden und verstörenden Buches? Burroughs selbst verkörpert diese Widersprüche. Wie können wir die Distanz zwischen Burroughs ungezügelter Fantasie und seinem natürlichen Talent für eine wohlgeformte Formulierung darstellen? Wie können wir das Ungleichgewicht zwischen der völligen Trostlosigkeit des Buches und Burroughs’ unglaublicher Fähigkeit, jede Stimme einzufangen, darstellen? Wie können wir die Sexualität des Buches darstellen, ohne explizite sexuelle Handlungen zu zeigen?
„Naked Lunch“ wird immer schockierend bleiben. Es lässt sich nicht in die Herde einschließen. Es lebt direkt außerhalb. Es trägt seinen eigenen Virus in sich und widersetzt sich selbst. Es besiegt seinen eigenen Virus, nur um zu einem weiteren, noch mächtigeren Virus zu werden. Um wahr zu sein, dürfte es nicht existieren. Es ist ein Anti-Roman, geschrieben von einem geborenen Schriftsteller. Es ist ein Buch, das die Zivilisation leugnet, geschrieben von einem vollendet zivilisierten Mann (wenn er nicht gerade auf Heroin ist). William Burroughs bleibt der dunklen Seite des Risses, den er entdeckt hat. Beide Seiten mögen ihm gleich erscheinen, und er opfert seine Kunst auf dem Altar der „Kontrolllosigkeit“. Aber er zeigte uns den Virus, schrieb das Gedicht des Virus. Kafka bedeckte den Virus mit einem Laken. Burroughs macht es sehr schwer, den Virus zu ignorieren, zu verstecken oder zu verdecken.
All diese Herausforderungen scheinen Naked Lunch zu einem perfekten Prisma zu machen, durch das man einen Blick auf die zeitgenössische Welt auf die Bühne bringen kann: Identität IST Kontrolle
Night in day/Nacht am tag
23 pictures of René Magritte
Zu meinen aktuellen Arbeiten gehört ein Drehbuch für eine Zusammenarbeit mit Freaks und Fremde, einer Dresdner Theatergruppe, mit der ich seit vielen Jahren zusammenarbeite. Das Drehbuch umfasst 23 Bilder des großen belgischen Surrealisten, neu interpretiert durch die bizarre, grausame und extreme Welt von Lautréamonts Maldoror. Magrittes alltägliche Gegenstände und manchmal sogar banal wirkende Szenen, vorstädtisch und alltäglich, gerade genug transformiert, um in eine andere Welt zu pendeln, werden als Rückhalt einer zutiefst verstörenden Welt des Unbewussten dargestellt, jener Welt, der in Lautréamonts Fiebertraum-Darstellung freier Lauf gelassen wird. Wie können wir diese Ansichten mit einer dramatischen, vorwärts gerichteten Bewegung durchdringen? Es mag seltsam klingen, aber auf dem Weg dorthin gibt es viel zu lachen! Wie können wir uns über den Schutz freuen, den uns das Banale bietet?